02.11.2011

Integration am Arbeitsmarkt

Zwei Drittel der Zuwanderer sind erwerbstätig


Mehr als 640.000 Menschen mit Migrationshintergrund leben derzeit in Wien. Das entspricht 38,2 Prozent der Wiener Bevölkerung. Von diesen 640.000 Personen sind 63,8 Prozent erwerbstätig. Knapp über 14 Prozent der Zuwanderer in Wien sind derzeit arbeitslos. 

"Es ist daher nicht jeder zweite Zuwanderer in Wien ohne Arbeit, sondern nur jeder siebente", heißt es Montag in einer Aussendung des Sozialministeriums zu einer irrtümlichen Zeitungsmeldung. Es seien auch nicht 70 Prozent der jugendlichen Migranten arbeitslos, sondern 60 Prozent der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen in Wien.

Die Arbeitslosenquote bei Personen mit Migrationshintergrund sei österreichweit ungefähr doppelt so hoch wie bei Personen ohne Migrationshintergrund. Gründe für diese höhere Arbeitslosigkeit liegen einerseits in der Beschäftigungsstruktur, da viele MigrantInnen in Branchen mit geringen Qualifikationen arbeiten, wo auch eine hohe Fluktuation herrscht. MigrantInnen können daher schneller ihre Arbeit verlieren als ÖsterreicherInnen ohne Migrationshintergrund, werden in der Regel aber auch rascher wieder an einen Arbeitsplatz vermittelt. Um die Integration von Zuwanderern zu verbessern wurden nun erstmals spezielle Zielvorgaben für das AMS formuliert und ausgearbeitet. So sollen spezielle Betreuungsangebote entwickelt werden. Die verstärkte Förderung soll durch eine gezieltere Datenauswertung möglich sein, um besser auf die einzelnen Personen eingehen zu können. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag soll kommende Woche im Ministerrat beschlossen werden, heißt es abschließend in der Aussendung.

Quelle: ots
Foto: AMS



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