18.04.2011

Maria Zesch im Interview

T-Mobile als Vorreiter in Sachen Trend und Innovation


BUM traf Maria Zesch, Marketingchefin von T-Mobile Österreich, zum Interview.

BUM: Sie waren eineinhalb Jahre bei T-Mobile in Kroatien als Geschäftsleiterin für Marketingagenten. Mit welchen Erfahrungen sind Sie zurückgekommen? Meine eineinhalb Jahre in Kroatien haben mich sehr stark geprägt, das Land und die Leute. Ich habe einen sehr positiven Eindruck vom Land, es ist wunderschön, gerade Dalmatien, Makarska, Split, also wirklich sagenhaft. Auch die Leute mit ihrer Freundlichkeit und dem Wesen, dass sie dich ernst nehmen. Und die Familienverbundenheit: es war sehr interessant zu sehen, dass man immer am Wochenende zur Mutter Essen geht, egal ob man sechzig oder zwanzig ist. Es waren schon sehr interessante Eindrücke und ich habe mich in meinem Team wohl gefühlt, nicht nur in der Chef-Mitarbeiter-Beziehung - es war auch ein sehr guter Wohlfühlaspekt. Was mich sehr überrascht hat, ist die internationale Aufgeschlossenheit der Kroaten. Ich glaube das ist auch bedingt durch den Krieg gewesen, dass viele in die USA oder nach Australien gegangen sind und wieder zurückgekommen sind. Einige von den Mitarbeitern haben ein paar Jahre in den USA gelebt. Das fand ich faszinierend, dass eine durchaus weltoffenere Anschauung als in Österreich vorhanden ist. Das Team von T-Mobile ist eine sehr junge, sehr gebildete Schicht. Mit der Bevölkerung am Land habe ich wenig zu tun gehabt. Ich war hauptsächlich in Zagreb- das ist sicher ein gravierender Unterschied.

BUM: Und Sie kennen Gibonni und Nina Badrić? Ja, und Luka Nižetić.

BUM: Auch persönlich? Ja, durch das Sponsoring. Ich habe sie alle persönlich getroffen und Gibonni hat viele T-Mobile Veranstaltungen besucht.

BUM: Wie hört sich seine Musik, für jemanden der kein Kroatisch spricht, an? Ich habe mir die Texte immer übersetzen lassen, weil ich sie gern verstehen wollte.

BUM: Wie profitieren Sie, in der aktuellen Tätigkeit als Marketing-Geschäftsleiterin von T-Mobile Austria, von den eben gemachten Erfahrungen in Kroatien? Ich glaube, immer wenn man im Ausland arbeitet oder eine gewisse Zeit lebt, nimmt man was für die eigene Persönlichkeit mit. Das war definitiv  auch für mich in Kroatien so. Es ist eher eine Persönlichkeitsentwicklung. Und was noch heute geblieben ist, ist der gute Austausch mit meinen Kollegen, d.h. mit den Vorstandsmitgliedern oder meinen Mitarbeitern.

BUM: Haben Sie Unterschiede, in den geschäftlichen  Gepflogenheiten zwischen Kroatien und Österreich, wahrgenommen? Was mir definitiv in Erinnerung geblieben ist, sind die Feiern von T-Mobile mit ihren Kunden. Es gibt wesentlich intensivere Partystimmung, es wird viel mehr getanzt und gesungen, als das in Österreich der Fall ist. Abgesehen davon , gibt es auch Unterschiede in den geschäftlichen Gepflogenheiten. Ich glaube, dass es eine noch persönlichere Beziehung zu den Geschäftspartnern gibt als das in Österreich der Fall ist. Mir kommt vor, je kleiner ein Land ist, desto wichtiger ist die persönliche Beziehung. Das merkt man wenn man Kroatien mit Österreich vergleicht, oder Österreich mit Deutschland.

BUM: In Österreich gibt es über eine Million Menschen mit Migrationshintergrund, eine Million potentielle Kunden, die mit Ethnomarketing gezielt erreicht werden könnten. Ist Ethnomarketing für T-Mobile Austria ein wichtiges Thema? Ja, definitiv. Wir haben vor einem Jahr, im Februar 2010 begonnen mit dem “Turka-Basta” das ethnische Segment sehr gut zu erschliessen. Das “Turka-Basta” ist damals wirklich hervorragend angenommen worden. Dann haben wir im November 2010 “Balkan-Basta” gebracht, das war auch ein sehr großer Erfolg. Daraufhin ist auch unsere Konkurrenz darauf angesprungen, aber ich würde sagen, dass wir insbesondere mit der Marke tele.ring der Operator sind, der das ethnische Marketing im Mobilfunk begonnen und sehr erfolgreich durchgeführt hat. Wir haben jetzt, seit erstem März eine neue Version des “Turka-Basta” laufen, mit 1000 Freiminuten und 1000 SMS in alle Mobilfunknetze österreichweit und türkeiweit um 19€ und wir hoffen damit wieder einen großen Erfolg zu erzielen. Auf der tele.ring-Seite geben wir ganz klare Preisakzente: das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf der T-Mobile-Seite setzen wir auch sehr stark auf Hardware und auf höherwertige Leistungen und Services. Bei T-Mobile haben wir Mitte März einen neuen Tarif gebracht, den “Hit International”, der genau auf die Balkan-Zielgruppe abzielt, wo jedem Kunden auch  wirklich exzellente Geräte wie iPhone oder Samsung Nexus S mitgeliefert werden. Wir sehen, dass der Preis ein wichtiges Thema ist, aber vor allem auch der Kanal für die ethnische Zielgruppe. Wir haben sehr sehr gute Verbindungen zu den türkischen Händlern, vor allem im Linzer Raum, aber auch im Tiroler- und Wiener Raum. Wir nutzen dabei diese Händler dafür, die ethnische Zielgruppe zu erschließen. Wir haben in Wien auch sehr stark versucht, Bosnier, Kroaten und Serben für uns zu gewinnen. Das war vom Kanal her schwieriger, weil es Balkanhändler, im klassischen Sinne, eigentlich nur wenige gibt. Hier ist eher die Kooperation mit den Magazinen ein Thema. Man kann auch sagen, dass sich b/k/s – Leute stärker integriert haben und man auf andere Kanäle zugreifen kann um zu der Gruppe zu kommen. In der türkischen Gruppe sind die Verbindungen zu den Händlern sehr wichtig.

BUM: Ja, mit Sicherheit, aber auch bei der b/k/s – Gruppe ist diese Verbindung zu den Händlern sehr, sehr wichtig. Es ist ganz interessant, ein Mitarbeiter von mir hat eine Einladung in die Moschee bekommen, auch dort vor Händlern  und auch anderen Türken zu sprechen, um unsere Produkte vorzustellen. Das war schon spannend und das ist auch sehr gut angekommen. Vor allem glaube ich, dass auch die Nähe  notwendig ist , um zu zeigen dass wir wirklich das Interesse  haben, unsere Kunden noch besser zu verstehen. Wir haben mittlerweile auch zwei Leute aus Kroatien für drei Monate hierher geholt, für das Marketing, und eine Dame hat sich dann speziell mit der b/k/s – Situation hier beschäftigt: Was sind die Zielgruppen, die Hintergründe, in welche Kanäle gehe ich da rein? Also das Ziel war, den Kunden zu verstehen, seine Bedürfnisse zu erkennen, und dann den richtigen Kanal und den Preis auszuwählen.

BUM: Alle Produkte sind mit Vertragsbindung? Wir machen einen Unterschied zwischen Vertrags-Tarifen und Wertkarten. Was wir schon sehen ist das was der Kunde möchte- und das ist eigentlich ein Handy. Das Handy ist bei den türkischen, als auch bei den b/k/s Menschen extrem wichtig. Meistens auch ein sehr, sehr gutes Handy. Das ist eine Investition, die wir tätigen und daraus ergibt sich auch eine Bindung. Die Wertkarte, auf der T-Mobile- Seite, nennt sich “MEGAKLAX”, ist bezogen auf den österreichischen Markt und ohne Handy, ist dennoch gut bei der türkischen Community angekommen.

BUM: Spricht man die Menschen mit Migrationshintergrund auch als Arbeitnehmer an? Ein Wort, das wir uns sehr hoch an die Fahne geheftet haben, ist “Diversity”. Als  Tochter der „Deutsche Telekom“ ist es uns wichtig, keine Diskriminierung in irgendeiner Art zu machen. Also sei es das Frauenthema, das Thema der Herkunft, sei es das Thema der Religion, bei uns zählt das Thema “Diversity”. Gerade wenn man über gemischte Teams spricht ist das ein Erfolgskriterium. Wir versuchen auf der einen Seite ganz klar in der Personalpolitik auf gleiche Chancen zu setzen, auf der anderen Seite versuchen wir auch den Austausch zu machen, indem wir internationale Programme haben, wo Mitarbeiter für drei Monate z.B. nach Holland gehen und der kroatische Mitarbeiter für drei Monate hierher kommt. Ich habe jetzt auch drei Leute in die T-Mobile US gesendet, die auf dem amerikanischen Raum Erfahrung sammeln. Das heißt, wichtig ist internationale Ausrichtung, dass man von den anderen Märkten etwas mitnimmt. Ganz wichtig ist auch unser Social-Responsibility-Engagement, wobei wir die Lobby.16 unterstützen. Das ist ein Verein für jugendlichen Flüchtlinge, die ohne Eltern in Österreich leben  und denen eine berufliche Chance gegeben wird.  Drei solcher Lehrlinge haben wir hier in den Shops, sechzehn haben wir insgesamt ausgebildet.
Auf der anderen Seite sind wir der Sponsor der Österreichischen Bundesliga und haben sehr gute Kontakte zu den österreichischen Vereinen. Hier haben wir zum Beispiel auch für die Lobby.16 Trainings mit den österreichischen Vereinen organisiert. Also, wir zeigen auf Berufsebene, aber auch im Bereich von “Fun and Entertainment”, dass uns das ein wichtiges Thema ist.

BUM: Warum sollte man sich für T-Mobile oder tele.ring entscheiden? Mit der Marke T-Mobile geben wir unserem Kunden die Chance, dass er absolut nichts verpasst was weltweit ein neuer Trend oder eine Innovation ist. Wir sind ein Mitglied der großen deutschen Telekomfamilie, die es schafft, alle Trends und Innovationen nach Österreich zu bringen. Wir waren die ersten, die das iPhone in Österreich eingeführt haben, wir haben das Android Betriebssystem nach Österreich gebracht, wir haben vor Jahren Blackberry nach Österreich gebracht und werden jetzt im März, mit einer neuen Marke den österreichischen Markt hoffentlich wieder erobern. tele.ring, ganz klar der Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das heißt, es gibt immer einen Tarif mit einer Hardware und eine sehr unkonventionellen Werbung, wenn man sich den “Inder” anschaut.




Mit Freunden teilen:

Facebook Twitter Google Buzz



Bum Umfrage


Integration ist...

Unwort des Jahres!
besser als ihr Ruf!
keine Einbahnstraße!
unser aller Bier!


OKTO

Georg

Rado Sport

Brunnenpassage