11.06.2012

Geschäfte in Osteuropa

Reaktionen auf Herabstufung heimischer Banken


Nach dem „Downgrading“ der Raiffeisen Bank International, UniCredit Bank Austria und Erste Group aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit in Osteuropa, beruhigen der Präsident des Staatsschuldenausschusses und der Notenbank-Chef.

Vor nur wenigen Tagen stufte die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit der österreichischen Großbanken herab. Ein Grund dafür ist das angeblich ungünstige Geschäftsumfeld in Osteuropa. Schon 2009 hatte der US-Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman davor gewarnt, dass sich Österreich aufgrund der Tätigkeit der Großbanken in Osteuropa  in Pleitegefahr befinde. In der ORF-„Pressestunde“ lobte jedoch Univ.-Prof. Dr. Bernhard Felderer, Präsident des österreichischen Staatsschuldenausschusses, die Banken für ihre Geschäfte in Osteuropa. „Diese Banken verdienen in Osteuropa wesentlich mehr als in Österreich“, meinte Felderer, der auch als Direktor des Instituts für Höhere Studien tätig ist. Tatsächlich hätten die österreichischen Banken in Osteuropa hohe Einlagen und würden sich nicht auf spekulative Geschäfte einlassen.

Auch der Notenbank-Chef Ewald Nowotny beruhigt: "In Bezug auf das Exposure der österreichischen Banken ist festzuhalten, dass man die Region CESEE (Anm., Central, Eastern and South Eastern Europe) differenziert betrachten muss. Überwiegend sind unsere Banken dort in stabilen Märkten tätig und auch in Märkten mit guten Wachstumsaussichten in den nächsten Jahren. Diese Differenzierung wird oft zu wenig beachtet".



Text: Rebecca Jelenko

Foto: shutterstock.com 



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