23.11.2011
Noch keine Gleichstellung
Mautz gegen Anhebung des Frauenpensionsalters

Gegen eine frühzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters sprach sich heute SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz aus. Die Angleichung des Pensionsalters von Frauen und Männern wurde mit gutem Grund schrittweise ab 2024 vereinbart. Bedingung war die reale Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt.
"An diese Vereinbarung müssen wir uns nun auch halten. Die Gleichstellung ist noch nicht erreicht. Noch immer verdienen Frauen beispielsweise um ein Viertel weniger als Männer", so Mautz.
"Viel wichtiger ist es, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu setzen. Die Bedingungen für ältere Frauen am Arbeitsmarkt sind sehr schwierig", unterstrich Mautz. "Viele ältere Frauen finden keine Anstellung, und einige Unternehmen entledigen sich älterer Arbeitnehmerinnen. Ein Drittel aller Frauen geht aus der Arbeitslosigkeit heraus in Pension. Mit einer frühzeitigen Erhöhung des Pensionsantrittsalters würden wir noch mehr Frauen in die Arbeitslosigkeit drängen", so Mautz.
Das durchschnittliche Antrittsalter der Frauen beträgt 57,5 Jahre, das der Männer 58,9 Jahre. "Was es braucht, sind Maßnahmen, um das faktische Pensionsalter von Frauen und Männern an das gesetzliche heranzuführen", fordert Mautz. Notwendig seien etwa Gesundheitsprogramme und die Förderung altersgerechter Arbeitsplätze.
Quelle: ots
Foto: sxc.hu
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