13.06.2012

Vorwürfe widerlegt

Großes Interesse von Migranten an Freiwilligendienst


Einen Freiwilligendienst zu leisten ist für viele Österreicherinnen und Österreicher nichts Ungewöhnliches. MigrantInnen hingegen wird oft vorgeworfen, nicht genug soziales Engagement zu zeigen. Doch wie die Medien-Servicestelle Neue ÖsterreicherInnen (MSNÖ) nun berichtet, zeigen neueste Untersuchungen, dass diese Gruppe sehr wohl Interesse zeigt und sich ebenso engagiert.

Erhebungen der Statistik Austria aus dem Jahr 2009 haben gezeigt, dass über 60% der ÖsterreicherInnen im Bereich der Freiwilligentätigkeit aktiv waren. MigrantInnen kamen bei diesen Untersuchungen auf 37% (aus Ex-Jugoslawien) bzw. auf 50% (aus der Türkei). Der Wiener Soziologe Christoph Reinprecht, warnt  gegenüber der Medien-Servicestelle (MSNÖ) MigrantInnen ein geringes Engagement zu attestieren. Diese würden sich häufiger bei privater „Nachbarschafts-Hilfe“ beteiligen, die ohne institutionellen Rahmen auskommt, als etwa bei ehrenamtlichen Organisationen.  Zudem sind MigrantInnen häufiger in Kultur- und Freizeitbereich innerhalb ihrer jeweiligen Community aktiv. 

Das EU-weite Forschungsprojekt „Involve“ zeigt, dass zwischen 64 und 82% der befragten MigrantInnen in Österreich ein freiwilliges Engagement als wichtig erachten. Auf die Frage weshalb sie sich aber nicht bei traditionellen Organisationen engagieren, geben viele Personen an, dass sie entweder nie über ein solches Engagement nachgedacht haben oder dass sie einfach nicht gefragt wurden. Wie die MSNÖ weiter berichtet, wurden MigrantInnen auch häufig von freiwilliger Tätigkeit ausgeschlossen. So etwa bei der Feuerwehr. Durch Änderungen der jeweiligen Landesgesetze wurde zumindest diese Hürde mittlerweile in allen Bundesländern beseitigt. 

Mit anderen „Problemen“ hatte das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) zu kämpfen. Hier waren es vor allem Vorurteile, nach denen die jungen MigrantInnen im ÖRK eine rein christliche Organisation sahen, die nur Christen beschäftigen dürfe. Schnuppertage und andere Projekte sorgten aber dafür, dass sich die Wahrnehmung geändert hat. 



Quelle: ÖMPA

Foto:  shutterstock




Mit Freunden teilen:

Facebook Twitter Google Buzz



Bum Umfrage


Integration ist...

Unwort des Jahres!
besser als ihr Ruf!
keine Einbahnstraße!
unser aller Bier!


OKTO

Georg

Rado Sport

Brunnenpassage