10.02.2012
Gastkolumne
projektXchange

Eine Gastkolumne von Brigitte Lendl, Initiatorin von "projektXchange"
Migration ist ein Schlagwort, das uns ständig in den Medien begegnet. Wir werden mit Zuschreibungen zu dieser Thematik, wie Integration, Zuwanderung, Ausländer, Asylwesen usw. täglich konfrontiert.
Das Wort ‚Zuwanderung‘ hat einen Hauch von negativen Beigeschmack. Gerade die Verschärfung der Gesetze gegenüber den nichtösterreichischen Staatsbürgern hat im Rahmen der letzten Fremdenrechtspakete nicht zu einer positiven Stimmung in dieser Causa beigetragen.
Es haben sich NGOs etabliert, die dem Aufkommen von Fremdenhass entgegenwirken und die positiven Aspekte von Zuwanderung herausstreichen wollen. Dazu gehört „projektXchange“, das mit seinen Schulbesuchen und Besuchen in Einrichtungen von Migranten, einen Beitrag hinsichtlich des Abbaus von Vorurteilen in den Schulen schafft.
„projektXchange arbeitet mit einem so „einfachen“ wie
effektiven Ansatz: Prominente Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund gehen
an Schulen, wo sie zum einen als „role models“ zeigen, was man erreichen kann
und zum anderen mit dem Background der eigenen Migration/Integration ganz offen
mit den Schüler über alle Probleme und Konflikte diskutieren – etwas, das sonst
bis dato nicht gemacht wurde. Vorurteile, Ängste und Konflikte werden abgebaut, gegenseitiges Verständnis,
Miteinander, Austausch und Motivation werden gefördert.
Ich habe das große Glück eine der
Initiatorinnen von „projektXchange“ zu sein.Durch
unsere Arbeit wollen wir das Bewusstsein stärken, dass Integration gelingen
kann und wirklich auch täglich gelingt und dass Menschen, die zugewandert sind,
diese Stadt und dieses Land bereichern und nicht bedrohen.
Von Februar 2009 bis Dezember 2011 hat der „Verein Lernen aus der Zeitgeschichte“ „projektXchange“ durchgeführt. Ab Jänner 2012 wird das Österreichische Rote Kreuz Projektträger sein. Ich lade Sie herzlich ein sich auf unserer Homepage www.projektXchange.at anzumelden, sich zu informieren und aktiv unser Projekt zu unterstützen.
Foto: ÖRK/Nadja Meister
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