Der Kopftuch im EU-Wahlkampf
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Österreich als Land der Kopftuchträgerinnen
64 Prozent der türkischen Einwanderinnen tragen Kopftuch - Das wurde im EU-Wahlkampf zum Angriffspunkt.
Der aggressive EU-Wahlkampf der FPÖ ("Abendland in Christenhand") habe Ressentiments gegen Muslime geschürt, sagt Carla Baghajati, Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Sogar tätliche Angriffe habe es in den vergangenen Wochen gegeben: "Einer Studentin wurde auf dem Heimweg in Wien das Kopftuch heruntergerissen, ihr Schädel mit einer Flüssigkeit übergossen. Eine weitere Kopftuchträgerin wurde auf einem Bahnsteig der Schnellbahn bespuckt."
Bei der Anti-Rassismus-Gruppe Zara bestätigt man den ersten Fall, der Übergriff sei auch zur Anzeige gebracht worden. Außerdem, sagt Berater Stefan Radinger, habe es dutzende Beschwerden "wegen der diskriminierenden FPÖ-Wahlplakate" gegeben.
Dass vor allem Kopftuchträgerinnen Vorurteile gegen Muslime zu spüren bekommen, sei nicht neu, meint Baghajati. Doch mit dieser wahrscheinlich gängigen Ansicht widerspricht sie einer Studie der in Wien ansässigen EU-Grundrechtsagentur (FRA) über die Lage der Muslime in der Union. Die vor kurzem präsentierte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten ergab, dass 30 Prozent aller muslimischen Migranten und ihrer Nachkommen in den zwölf Monaten vor dem Interview, laut eigenen Angaben, diskriminiert wurden.
Der aggressive EU-Wahlkampf der FPÖ ("Abendland in Christenhand") habe Ressentiments gegen Muslime geschürt, sagt Carla Baghajati, Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Sogar tätliche Angriffe habe es in den vergangenen Wochen gegeben: "Einer Studentin wurde auf dem Heimweg in Wien das Kopftuch heruntergerissen, ihr Schädel mit einer Flüssigkeit übergossen. Eine weitere Kopftuchträgerin wurde auf einem Bahnsteig der Schnellbahn bespuckt."
Bei der Anti-Rassismus-Gruppe Zara bestätigt man den ersten Fall, der Übergriff sei auch zur Anzeige gebracht worden. Außerdem, sagt Berater Stefan Radinger, habe es dutzende Beschwerden "wegen der diskriminierenden FPÖ-Wahlplakate" gegeben.
Dass vor allem Kopftuchträgerinnen Vorurteile gegen Muslime zu spüren bekommen, sei nicht neu, meint Baghajati. Doch mit dieser wahrscheinlich gängigen Ansicht widerspricht sie einer Studie der in Wien ansässigen EU-Grundrechtsagentur (FRA) über die Lage der Muslime in der Union. Die vor kurzem präsentierte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten ergab, dass 30 Prozent aller muslimischen Migranten und ihrer Nachkommen in den zwölf Monaten vor dem Interview, laut eigenen Angaben, diskriminiert wurden.
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