02.11.2011
Bildungsvolksbegehren startet
Stillstand beenden, Volksbegehren unterschreiben!

Morgen, am 3.November 2011, beginnt die Eintragungswoche für das "Volksbegehren Bildungsinitiative". Bis zum 10.11.2011 können alle österreichischen StaatsbürgerInnen, die bis zum 10.11.2011 das 16. Lebensjahr vollenden haben, auf dem Gemeindeamt bzw. Bezirksamt ihres Hauptwohnsitzes unterschreiben.
Das Volksbegehren fordert ein faires, effizientes und weltoffenes Bildungssystem, das vom Kleinkind an alle Begabungen fördert und Schwächen ausgleicht. Der Parteieneinfluss auf die Schulen soll abgeschafft und die Schulautonomie unter Einbeziehung der SchulpartnerInnen ausgebaut werden. Eine leistungsdifferenzierte, hochwertige gemeinsame Schule für alle Kinder bis zum Ende der Schulpflicht soll "Bildungsvererbung" bekämpfen und allen Kinder gleiche Chancen geben, ungeachtet der Herkunft und des Einkommens der Eltern. Das Angebot von ganztägigen Bildungseinrichtungen soll massiv ausgebaut werden, um der beruflichen Realität - vor allem von Müttern - besser Rechnung zu tragen und den Familien mehr "Hausaufgabenfreie" Zeiten zu ermöglichen. Grundsätzlich soll der LehrerInnenberuf aufgewertet und Einkommensgerechtigkeit bei allen pädagogischen Berufen erreicht werden. Und: Die staatliche Finanzierung für Universitäten soll auf 2% des BIP bis 2020 erhöht werden.
Der Lehrer und Mitbegründer der Plattform "Wir LehrerInnen für das Bildungsvolksbegehren", Daniel Landau, appelliert in Richtung GÖD-Vorsitzenden Fritz Neugebauer: "Wenn Sie sich der Wiederwahl stellen, dann erwarte ich mir von allen Teilen der LehrerInnengewerkschaft, dass man dazu übergeht, gemeinsam vorwärts zu schreiten, wenn es um die Sacher der Kinder geht. Denn: ein negatives Image der LehrerInnengewerkschaft schaden allen Beteiligten. Setzen Sie mit uns gemeinsam ein Zeichen für eine positive Zukunft für unsere Kinder. Ich lade Sie daher ein, mit mir gemeinsam das Bildungsvolksbegehren unterschreiben zu gehen!"
Heidi Schrodt, die das Netzwerk "Wir LehrerInnen für das Bildungsvolksbegehren" mitorganisiert, ruft die Menschen in Österreich auf, die "einmalige Chance auf die bitter nötige Verbesserung unseres Bildungssystems" nicht ungenutzt verstreichen zu lassen: "Dieses Volksbegehren tritt für eine bessere Bildungs- und Berufszukunft unserer Kinder ein. Daher ist es wichtig, dass Menschen, denen unsere Kinder nicht egal sind, oder die der Stillstand in Österreich frustriert, auch wirklich unterschreiben gehen. Jammern wir nicht, tun wir was! Bitte stehen Sie auf und unterschreiben Sie."
Quelle: ots
Foto: APA
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