02.11.2011

ÖIF vergibt Stipendien

Kurz überreicht Stipendien für MigrantInnen


Im Rahmen einer feierlichen Übergabe erhielten am 27. Oktober 2011 dreißig Studierende mit Migrationshintergrund das Liese Prokop Stipendium des Österreichischen Integrationsfonds für das Wintersemester 2011/12. Zehn Migrant/innen aus Wien und NÖ, die besondere Leistungen und hohes Engagement zeigten, erhielten zudem das ÖIF-Karriereticket. 

Stipendium für bessere Chancen am Arbeitsmarkt
Das Liese Prokop Stipendium für Migrant/innen wird zwei Mal jährlich in Zusammenarbeit mit dem BM.I an begabte Studierende, die an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen studieren, vergeben. Zielgruppe sind neben Personen mit positivem Asyl oder subsidiärem Schutz auch Personen mit langfristiger Aufenthaltsberechtigung in Österreich. Acht der 30 Stipendiaten stammen aus Afghanistan, vier aus der Russischen Föderation, die übrigen aus Ländern wie dem Irak, Iran oder der Türkei. Häufigste Studienrichtung ist Humanmedizin. Die Stipendiaten erhalten eine monatliche Unterstützung von 500 Euro für die Dauer von fünf Monaten. "Migrant/innen ein Studium zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen, ist dem ÖIF ein wichtiges Anliegen. Bildung ebnet den Weg zu mehr Wohlstand und fördert die nachhaltige Integration in den österreichischen Arbeitsmarkt", so ÖIF Geschäftsführer Alexander Janda. Der ÖIF vergibt jährlich 150.000 Euro an Stipendien für Migrant/innen. 

ÖIF Karriereticket: Leistung belohnen, Integration fördern
Mit dem ÖIF-Karriereticket, das ebenfalls zwei Mal jährlich vergeben wird, belohnt der ÖIF besonders engagierte Kund/innen und ermutigt sie, sich weiterhin intensiv um eine gelungene Integration in Österreich zu bemühen. Je nach Platzierung erhalten die Karriereticket-Empfänger/innen Unterstützungen in Form von Laptops, Büchergutscheinen oder Beihilfen zum Erwerb von Netzkarten der Wiener Linien. Den ersten Platz in Wien teilen sich heuer eine Migrantin aus Afghanistan, die in ihrer Heimatstadt Kabul als Fernsehreporterin arbeitete und sich seit ihrer Flucht nach Österreich in verschiedenen Vereinen und in der Wiener Jugendbetreuung engagiert, sowie ein Migrant aus Tibet, der mit hohem Engagement und Zielstrebigkeit seine Facharbeiterausbildung im Bereich Metall & Elektro verfolgte. 

"Es ist mir ein besonderes Anliegen, Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in Österreich durch Spracherwerb, Ausbildung und beruflichen Erfolg integrieren, vor den Vorhang zu holen und zu zeigen: Österreich braucht motivierte und leistungsbereite Zuwanderer. Wenn alle Beteiligten guten Willen und Leistungsbereitschaft zeigen, dann kann Integration funktionieren", so Kurz abschließend.

Quelle: ots 
Foto: Michaela Bruckberger



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