30.05.2012
Noch bis Sonntag
Filmfestival LET’S CEE voll im Gange

Gute Zeiten für Österreichs Cineasten: Haneke gewinnt in Cannes die Goldene Palme und auf dem LET’S CEE Film Festival in Wien sind seit Montag über 30 Kinopremieren von erstklassigen Filmen aus Zentral- und Osteuropa zu sehen.
Mit Agnieszka Hollands jüngstem und Oscar nominiertem Meisterwerk "In Darkness – Eine wahre Geschichte" startete in der Wiener Urania das erste LET’S CEE Film Festival. Die bekannte Regisseurin war bei der Eröffnung ebenso anwesend ebenso wie eine Reihe weiterer internationaler Festivalgäste, darunter der rumänische Filmstar Anamaria Marinca.
Bis einschließlich Sonntag wird in der Urania und im Apollo Kino eine Auswahl von 32 der besten Spielfilme und Dokumentationen aus Zentral- und Osteuropa zu sehen sein. Aktuelle Arthouse-Filme finden sich ebenso auf dem Programmzettel wie Kassenschlager und Klassiker verschiedenster Genres – allesamt in Originalfassung mit englischen oder deutschen Untertiteln bzw. in deutscher Synchronfassung. Das Konzept, mit dem die Festivaldirektorin Magdalena Żelasko in Wien lebenden MigrantInnen aus dem CEE-Raum und kinobegeisterte, deutschsprachige ÖsterreicherInnen ansprechen will, beinhaltet überdies, möglichst viele Filme erstmals dem heimischen Publikum zu zeigen. Die Philosophie dahinter: Für die Macher des LET'S CEE Film Festivals ist Integration keine Einbahnstraße. Dadurch, dass man Migranten die Möglichkeit gibt, in Wien Filme in ihrer Muttersprache zu sehen, will man zum Ausdruck bringen, dass man die von ihnen gesprochenen Sprachen als Bereicherung für die Stadt und das Land empfindet. Und zwar nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in kultureller Hinsicht.
Besonders interessant für Cineasten: Im Verlauf der Woche werden insgesamt rund 30 Filmemacher und Schauspieler nach Wien kommen, um dem Publikum Rede und Antwort zu stehen, darunter Academy-Award-, Golden –Globe- und Emmy-Gewinner.
Foto: LET'S CEE
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